Holzpellets aus 100 % Kiefernholz – was ist mit dem Harz?
Frage:
Wie kommt es, dass die Holzpellets höchster Qualität immer zu 100 % aus Kiefernholz bestehen, obwohl wir wissen, dass das Heizen mit Kiefernholz den Kamin durch das freigesetzte Harz verschmutzt?
Antwort:
In einem offenen Kamin ist die Luftzufuhr gering (außer wenn man darauf bläst, um das Feuer anzufachen), wodurch die Verbrennung langsam verläuft (was für einen offenen Kamin gut ist) und nicht vollständig ist. Dadurch verdampft das im Kiefernholz enthaltene Harz teilweise und setzt sich im Rauchkanal in Form von Kondensat ab. Dieses Harz bildet einen fettigen, brennbaren Niederschlag.
In einem Pelletofen regelt ein Gebläse die Luftzufuhr in die Brennkammer, abhängig von den Pellets (oder der Stromversorgung). Diese erhebliche Luftzufuhr ermöglicht eine vollständige (und sehr schnelle) Verbrennung der Pellets und des Harzes, wodurch der Rauch überwiegend aus Wasserstoff und Sauerstoff (zur Bildung von Wasserdampf) sowie CO₂ besteht.
Das Verbrennen von harzhaltigem Holz in einem Pelletofen ist also kein Problem! Im Gegenteil, denn das Harz verleiht den Pellets mehr Festigkeit (Kohäsion) als Hartholz, wodurch sie ihre Form (die Form ist wichtig) beim Be- und Entladen behalten.